Leben mit Kind in einer Wohngemeinschaft – die Vor- und Nachteile

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In einer Wohngemeinschaft kann man viel Geld an der Miete sparen, weshalb sich viele junge Leute für das Leben in der Wohngemeinschaft entscheiden. Was passiert aber, wenn man sich für das Leben in einer Wohngemeinschaft mit Kind entscheidet? Kann das überhaupt funktionieren?

Mieteinsparung

In Deutschland gibt es über 1 Million alleinerziehende Mütter und Väter. Einige dieser alleinerziehenden Eltern entscheiden sich alleine schon aus ökonomischen Gründen für das Leben in einer Wohngemeinschaft. Ganz besonders, wenn alleinerziehende Eltern noch in der Ausbildung oder mitten im Studium sind. Dann ist das Geld knapp und die eingesparte Miete in einer Wohngemeinschaft hört sich zuerst einmal vorteilhaft an. In Deutschland gibt es inzwischen fast ein Trend in Großstädten zu dem Leben in Wohngemeinschaften mit Kindern.

Wohngemeinschaft aus sozialen Gründen

WG Zimmer gesucht auf Tafel geschrieben

Es gibt Vor/- und Nachteile mit Kind in einer WG zu leben

Aber außer den ökonomischen Gründen wie die Mieteinsparung gibt es auch noch einige weitere Gründe, warum sich alleinerziehende Eltern für das Leben in einer Wohngemeinschaft entscheiden. Ein wichtiger Grund für diese Entscheidung ist oft, dass man einfach nicht alleine leben will. Als alleinerziehendes Elternteil erfährt man oft Isolation von der Außenwelt.

Freunde entfremden sich, da sie vielleicht noch keine Kinder haben oder Kinder noch nicht einmal in der Planung sind. Junge Eltern haben Verantwortung, die andere jungen Menschen noch nicht haben und vielleicht, wenn andere ausgehen um zu feiern, bleibt man mit dem Kind zu Hause. Einladungen von Freunden können nicht so oft angenommen werden. In der Wohngemeinschaft lebt man mit Menschen die ähnliche Probleme haben, und das Schließen von Freundschaften wird daher erleichtert.

Mehr als nur die Miete teilen

Eine Wohngemeinschaft mit Kindern ist aber auch vorteilhaft, da man sich das Aufpassen der Kinder teilen kann. Außerdem haben die Kinder in der Wohnung gleich Spielkameraden, was ein weiterer Vorteil ist. Natürlich ist dies nur im Idealfall so, vorausgesetzt die Bewohner der Wohngemeinschaft verstehen sich auch. Nicht in allen WGs ist dies der Fall. Daher sollte man vor dem Einzug in eine WG genau feststellen, mit wem man zusammenzieht, um zu sehen, ob man wirklich gleich gesinnt ist und sich mit den Mitbewohnern versteht.

Vor-und Nachteile des Lebens in einer WG

Ein paar Vorteile des WG-Lebens wurden oben schon erwähnt. Gut ist auch, dass Kinder in einer WG gleich mehrere Bezugspersonen haben und damit ein aktives soziales Leben führen, was ihnen letztendlich im weiteren Leben positiv zugutekommen kann.

Nachteilig ist das Leben in einer WG wenn sehr unterschiedliche Charaktere hier aufeinander treffen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Bewohner der Wohngemeinschaft ganz besonders auf Sauberkeit achtet, aber der andere Bewohner dies eher relaxed ansehen und zum Beispiel ständig schmutziges Geschirr im Spülbecken hinterlassen.

Kindererziehung teilen kann schwer sein

Erziehung in einer Wohngemeinschaft

Verschiedene Ansichten können der Erziehung schaden

Auch wenn es um die Kindererziehung geht, können verschiedene Weltansichten das Leben schwer machen. Ganz besonders, wenn ein Elternteil die Kinder liberal und ohne Regeln erzieht und der andere Mitbewohner streng zu seinen Kindern ist und weniger erlaubt.

Weitere Probleme können entstehen, wenn laute Musik den Schlaf des Kindes stört oder das Baby die ganze Nacht schreit und die Mitbewohner nicht schlafen können. Der größte Nachteil am Leben in einer Wohngemeinschaft ist der Verlust an Privatsphäre. Daher müssen alle Mitbewohner Kompromisse schließen und Rücksicht aufeinander nehmen. Wenn ständig Streit in der Wohngemeinschaft herrscht, bedeutet dies Stress für alle Parteien. Dieser Stress kann größtenteils vermieden werden, wenn man sich im Voraus genau abspricht.

Was sollte man beachten, wenn man in einer Wohngemeinschaft leben möchte?

Wichtig ist, dass man vor dem Einzug alle wichtigen Themen anspricht und klare Absprachen trifft. Dies fängt mit den Putzarbeiten rund um das Haus an, also wer das Geschirr spült und wann, wie oft das Badezimmer geputzt wird und wer den Müll runterträgt.

Viel wichtiger sind aber Absprachen die mit den Kindern zu tun haben. Die Erziehung der Kinder sollte ein Thema sein, was im Detail besprochen werden sollte. Erwartet man, dass das Kind von den Mitbewohnern manchmal gehütet wird? Wenn andere Mitbewohner regelmäßig auf das Kind aufpassen, wieviel dürfen sie dann in die Erziehung einbringen? Wichtig ist es gewisse Grenzen zu setzen und im Voraus genau festzulegen, mit was man einverstanden ist und mit was nicht.

Eine gute Idee ist es einen bestimmten Tag in der Woche oder Monat festzulegen und eine Zeit in denen man sich zusammensetzt und bestimmte Dinge bespricht. Hier können dann Probleme besprochen werden die aufkommen und auch Lösungen gefunden werden. Wenn alle Parteien sachlich miteinander reden und Lösungen finden, vermeidet man das es zu Streit kommt und der Stress so groß wird das letztendlich die Wohngemeinschaft aufgelöst wird.

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